
Eingewöhnung
Wir möchten, dass sich Ihr Kind bei uns wohlfühlt und gerne zu uns kommt.
Seit 2005 werden in unserer Einrichtung auch Kinder ab 2 Jahren betreut. Damit auch die Kleinsten bei uns ankommen können und sich wohlfühlen, orientieren wir uns nicht starr an einem Modell, sondern bieten in unserer KiTa eine sanfte Eingewöhnung an, welche schon im Frühjahr mit den so genannten "Schnuppertagen" beginnt.
An diesen Tagen bieten wir Ihnen als neue Eltern der KiTa an Ihr Kind an einem Nachmittag in der Woche zu uns in die KiTa zu bringen. Sollte sich Ihr Kind während dieser Nachmittage schon gut von Ihnen lösen können, darf Ihr Kind (gilt nur ab Vollendung des zweiten Lebensjahres) in dieser Zeit auch alleine bei uns bleiben.
Die Erzieher:innen begleiten diesen Prozess und sind sowohl für Sie als Eltern als auch für Ihr Kind die Ansprechpartner:in. Durch die Anwesenheit der Eltern oder des Elternteils und die stetig wiederkehrenden Rituale in der Gruppe, gewinnt Ihr Kind Sicherheit und Zutrauen in die Abläufe und die Erzieher:innen. So ermöglichen wir Ihrem Kind nach den Sommerferien in einer ihm schon vertrauten Umgebung in die aufregende KiTa-Zeit zu starten.
Aus unserer Erfahrung heraus ist es den meisten Kindern so möglich, sich durch die vorher etablierten Schnuppertage nach den Sommerferien einfacher von den Eltern zu lösen und sich schnell in den KiTa Alltag zu integrieren. Falls Ihr Kind jedoch noch mehr Sicherheit von Ihnen als Bezugsperson braucht, arbeiten wir aber weiterhin flexibel, so dass es für Sie und Ihr Kind passt, denn eine sanfte Eingewöhnung ist das Fundament für eine glückliche KiTa-Zeit.
Was die Kleinsten besonders brauchen
Verlässliche Beziehungen
Das Wichtigste für kleine Kinder sind stabile und vertrauensvolle Beziehungen. Sie brauchen feste Bezugspersonen, die ihnen jeden Tag mit Ruhe, Geduld und Aufmerksamkeit begegnen.
Eine vertraute Fachkraft gibt Orientierung. Sie tröstet, wenn ein Kind traurig ist, begleitet bei neuen Erfahrungen und freut sich über kleine Fortschritte. Kinder in diesem Alter bauen Bindung nicht über Worte auf, sondern über wiederkehrende Erfahrungen: dieselbe Stimme, dieselbe Nähe, dieselbe liebevolle Reaktion.
Je verlässlicher diese Beziehung ist, desto mutiger und selbstständiger können Kinder werden.
Ruhe und Schlaf
Kleine Kinder brauchen zwischendurch mal eine Pause vom Trubel im Kindergarten. Daher haben wir eine gemütliche Rückzugsmöglichkeit direkt neben der Gruppe eingerichtet. Unser Tagesablauf ist bewusst entspannt gestaltet, damit Ihr Kind den Tag mit Freude und positiven Erlebnissen erlebt.
Nach dem Mittagessen können die Kinder in einem separaten Schlafraum schlafen. Jedes Kind hat ein eigenes Bett mit seiner eigenen Bettwäsche, damit es sich richtig wohlfühlt. Natürlich sind auch Kuscheltiere und andere vertraute Gegenstände zum Schlafen herzlich willkommen.
Feste Strukturen & Rituale
Kinder in diesem Alter brauchen Orientierung. Wiederkehrende Abläufe geben ihnen Halt. Wenn sie wissen, was als Nächstes passiert, fühlen sie sich sicher. Hilfreich sind zum Beispiel:
- ein fester Tagesablauf
- vertraute Rituale beim Ankommen
- gemeinsame Essenszeiten
- Ruhezeiten
- wiederkehrende Lieder, Geschichten oder Fingerspiele
Rituale schaffen Verlässlichkeit. Sie helfen Kindern, Übergänge zu bewältigen und sich in der Gruppe zurechtzufinden.
Zeit
Gerade für die Kleinsten ist die Trennung von den Eltern ein großer Schritt. Deshalb braucht jede Eingewöhnung Zeit. Kein Kind sollte gedrängt werden.
Eine gute Eingewöhnung bedeutet: Die Trennungszeiten werden langsam und individuell gesteigert, das Kind darf Vertrauen zu seiner Bezugsperson in der Kita aufbauen, auf die Signale des Kindes wird geachtet.
Manche Kinder fühlen sich schnell wohl, andere brauchen länger. Beides ist in Ordnung. Entscheidend ist, dass das Tempo des Kindes respektiert wird.
Zusammenarbeit mit den Eltern
Damit sich Kinder sicher fühlen, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kita besonders wichtig. Eltern kennen ihr Kind am besten. Sie wissen, was ihm hilft, was es mag und wann es Trost braucht. Wenn Eltern und Fachkräfte offen miteinander sprechen, entsteht Vertrauen – und dieses Vertrauen spüren auch die Kinder.
Wichtige Fragen können sein:
- Wie schläft Ihr Kind?
- Welche Gewohnheiten oder Rituale gibt es zu Hause?
- Was beruhigt Ihr Kind?
- Gibt es Ängste oder Unsicherheiten?
Regelmäßiger Austausch hilft dabei, die Betreuung individuell auf Ihr Kind abzustimmen.
